Happy Birthday, Chris Rea!

Heute hat einer der ganz Großen im Pop, Rock und Blues-Business Geburtstag. Chris Rea wird 63 Jahre alt.

Das ist nicht ganz selbstverständlich: 2000, kurz nach seinem Comeback wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Bei einer Operation in Deutschland lernte er eine junge Krebspatientin kennen, die folgen Satz sagte: „Wir tanzten jetzt beide auf einer steinigen Straße.“ – das führte ihn zu seinem Projekt „Stony Road“.

Auch musikalisch änderte ihn die Krankheit: Hat er früher doch erfolgreich Lieder irgendwo zwischen Pop und Rock gespielt, die selbst heute noch in jedem Radio rauf und runter laufen, hatte er doch nie die Musik eingespielt, die ihm wirklich am Herzen lag: Blues.

Sein größtes Idol ist übrigens B.B. King.

Nach seiner Genesung ging er 2006 noch auf eine letzte Tour, die ultimative Farewell-Tour, bei der er sowohl die alten Klassiker, die ihm nach wie vor noch am Herzen lagen neu aufgearbeitet, als auch einige seiner neuen Bluesigen und Jazzigen Stücke spielte. Sein „Allerletzes Konzert“ gab er dann in London.

Danach wurde es erst einmal ruhiger um ihn. Er veröffentlichte Best-of’s und auch eine Autobiographie und auch ein „Earbook“, eine art Musikalisches Erlebnisbuch, das nur zu empfehlen ist.

So ganz dem Musikerdasein und dem Tourleben kann er nach wie vor nicht entsagen: 2010 und 2012 ging er erneut auf tour. Außerdem gründete er zwei Bands: The Delmonts und The Hofner Blue Notes.

Es bleibt ihm nur zu wünschen, dass er weiterhin seine großartige Musik verbreitet, Menschen an den Blues heranführt und vielleicht noch einmal auf Tour gehen kann.

Hier ein Paradebeispiel für seinen Musikalischen Wandel: Road to Hell, auf seiner Abschiedstour in neuer Erarbeitung.


Ry Cooder 1982 – Slideguitar

Wem Ry Cooder noch nichts sagt, dem wird spätestens bei dem Stichwort ‚Buena Vista Social Club‚ ein Licht aufgehen, Ry Cooder war nämlich der Initiator des ehrgeizigen Projekts, nahezu alle noch lebenden Kubanischen Musikgrößen in einer ‚Latin Supergroup‘ zu vereinen. Und über das Ganze hat dann Wim Wenders noch seinen preisgekrönten FIlm gedreht.

Ry Cooder ist aber nicht nur ein Liebhaber Lateinamerikanischer Musik. Im Gegenteil: Er kann so behände mit dem Bottleneck umgehen wie man es nur selten sieht und ist vom Stil aus gesehen anpassungsfähig wie ein Chamäleon – wenn man lange genug sucht findet man Aufnahmen von Blues über Soul und Pop bis hin zu eingangs erwähnter, lateinamerikanischer Musik.

Auch erwähnenswert ist vielleicht noch das verwendete Equipment. Hier verwendet er in der Hauptsache eine seiner Stratocaster, seltener eine Tele oder eine ‚Guyatone‘ – alle vorzugsweise in den 60er Jahren gebaut.

Die Strat im Bild hat er übrigens zusammen mit David Lindley Modifiziert (Man beachte die Pickups).

Ry Cooder

(Photo by Dena Flows, http://www.flickr.com/photos/denaflows/3691281860/ )

Übrigens verwendet er gern beim Sliden einen Harmonizer kombiniert mit Vibroverb – nur als Denkanstoß.

Zu guter Letzt noch ein schönes (retro-)Video von 1982. Macht Laune beim zuhören! (Bei wem ich jetzt interesse geweckt habe: Mehr hörenswertes gibt’s Hier, Hier und Hier )