Thickfreakness and Black Keys

Wie wäre es heute mal mit Musik von einem Duo?
Das Duo setzt sich White-Stripes-Artig zusammen aus Einem singenden Gitarristen und einem Schlagzeuger. Es handelt sich hier um Dan Auerbach und Patrick Carney, und zusammen sind sie die Black Keys

Übrigens waren die White Stripes vorher da.

Die beiden haben ihr erstes Album vor knapp über 11 Jahren rausgebracht und sind seit dem eine Feste größe in der Garage und Indie-Rock welt.

Eine besonderheit: Die beiden verzichten auf zu große Aufnahmetechnik und waren noch nie in großen Studios zu Gast: Ihr Album Thickfreakness wurde, wenn man der Legende glaubt, komplett innerhalb von 14 Stunden im Keller des Schlagzeugers Carney aufgenommen. Benutzt wurde ein altes Aufnahmegerät aus den 80ern, nämlich ein Tascam 388-8. Die vielen 8ten im Namen bedeutet im Prinzip nur, dass das Aufnahmegerät nur 8 Spuren zur Aufnahme beherrscht, was in der heutigen Zeit der digitalen Tonstudios nicht sonderlich viel Kapazität ist – Belegt ein Schlagzeug doch heutzutage schon allein fast 10 Kanäle in einem Tonstudio. Durch eben dieses Gerät klingen die Aufnahmen auch eher dumpf und nicht so fein, wie heutige Aufnahmen sonst – dafür aber sehr voluminös.

Wie dem auch sei, hier mal eins der Werke auf die Ohren! Geheimtipp: Erst die Studioversion anhören und dann folgende Liveversion anschalten. Ein unterschied wie Tag und Nacht!

 


Goodbye, Jack.

Gestern ist Jack Bruce verstorben.

Genau, der ‚von Cream‘. Aber nicht nur während seiner Cream-Zeit war er erfolgreich. Bereits vor Cream tourte er mit John Mayalls Bluesbreakers und mit Manfred Mann. Nach Cream ging er zusätzlich noch in die Jazz-Szene. Auch bildete er zusammen mit seinem alten Cream-Kollegen Ginger Baker und Gary Moore das Power-Trio BBM (Daher wohl der Name), dessen Aufnahmen man sich definitiv zu Gemüte geführt haben sollte. Auch arbeitete er mit Größen wie Frank Zappa oder Lou Reed.

Eric Clapton postete auf Facebook ein Clyp-Audio, das mit dem Hashtag #ForJack gekennzeichnet ist. Hier spielt er nur Gitarre und Summt. Doch man merkt, dass es von Herzen kommt – und in unserer heutigen Zeit der durchdesignten Musik ist das selten geworden.

Als 2005 Cream für vier Konzerte eine Reunion Zelebrierte, hatte Bruce erst eine Lebertransplantation überstanden. Ginger Baker litt an Arthrites. Darum soll Clapton auch zugestimmt haben. Die 4 ausverkauften Konzerte wurden ein Erfolg. Darum nun als Abschluss mein persönliches Lieblingslied dieses Power-Trios, Gesungen von Jack Bruce und Eric Clapton.

Rest in Peace, Jack.


Orchestral Manoeuvres In The Dark against dark days.

Wer kennt das nicht. Ein Tag, an dem alles mies lief. Schlechte Nachricht bekommen, Auto steht noch einen Tag länger in der Werkstatt. Du standest eine Ewigkeit im Stau und an sich lief der Tag auch sonst eher suboptimal.

Dann kommt man doch gern heim und hört gern gute Musik.

Aber was eigentlich? Depri-Kram, um den Tag zu reflektieren? Totkomprimierten POP-Kram, um die Laune noch zu verschlechtern? Nein! Irgendwas cooles.

Heute war es bei mir OMD – oder Orchestral Manoeuvres In The Dark – Die aus vier Mann bestehende Band gründete sich 1978 und löste sich ende der neunziger zwar auf, tourt aber seit 2006 erneut zusammen.

Die Band wurde durch ihren innovativen Einsatz der Technisch modernsten Synthesizer weltbekannt. Technische Details spielen jetzt aber erst mal keine Rolle. Musik ab!

 

 


Kopffreiblasen

Da ich heute einen persönlich sehr anstrengenden Tag hatte, lange im Auto unterwegs war und ziemlich kaputt nach Hause kam, brauchte ich erst einmal eine ausgiebige Dusche und dazu irgendwas, das mal wieder alles aus dem Kopf mit der Härte einer Dampfwalze herauskatapultiert.

Ein sweeter Blues von Bonamassa wie er heute den ganzen Tag im Auto lief war dazu eher nicht zu gebrauchen und auch die Foo Fighters sind mir in letzter Zeit zu ausgelatscht. Etwas anderes musste her.

Ich bin kein großer Fan mehr von Deutscher Musik, die einzige Ausnahme bilden die Ärzte. Kein großer Fan bedeutet aber nicht, dass ich nicht ab und an mal wieder etwas Deutschrock vertragen kann.

Heute Stand mir der Sinn nach den Toten Hosen. In Zeiten meiner Jugend habe ich das auch mal gehört. Mein letztes Album der Toten Hosen, das 2008 ich gekauft habe, ist In Aller Stille. Perfekt!

Wenn also mal wieder alles ein wenig zu viel wird: volle Lautstärke und Play drücken.


Joe Bonamassa: New Track

Seit einiger Zeit bekannt ist ja, dass Joe Bonamassa im Septemer sein neuestes Album in die Plattenläden bringt. Außerdem ist eine Große Tour im Herbst mit einigen Stationen in Deutschland angesetzt!

Einen ersten Song aus seinem neuen Album hat er bereits vorab veröffentlicht. In ‚Different Shades Of Blue‚ zeigt Bonamassa einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit und stellt sein Können auf der Gitarre unter Beweis. Das Intro und einige Läufe auf einer 12-Saitigen Gitarre bilden eine Breite Basis, auf der er gekonnt aufbaut und ein zum Thema stimmiges Stück abliefert. Kritiker könnten jetzt behaupten, dass das für den bisher bekannten Bonamassa schon fast zu rund und zu wenig nach ‚Bona-Bluesrock‘ klingt. Das kann man so sehen. Andererseits ist es doch wundervoll, eine ständige Entwicklung an dem zu seinen Anfangszeiten doch recht ungeschliffenen Gitarristen zu sehen. Seine Art, Songs zu schreiben und einzuspielen ändert sich mit der Zeit. Mir persönlich gefällt das und imponiert das, gerade wenn man andere Beispiele aus der Szene betrachtet, die seit 20 Jahren nichts wirklich interessantes mehr auf den Markt gebracht haben, sondern immer noch an ihrem 60er Jahre Woodstock-Bild von sich selbst festhalten.

Bonamassa ist anders. Er erfindet sich immer wieder neu. Aber – und das ist auch wichtig – man merkt zunehmend, dass er zumindest beim Sound langsam angekommen ist. Man erkennt einfach einen Bonamassa, wenn man ihn hört. Das liegt zum einen vielleicht an seinem charakterischen Gibson-Marshall-Palmer Sound zum anderen aber definitiv an der Art, wie er seine Soli spielt, aufbaut und wie er die Übergänge und Fills spielt. Dieses Wiedererkennungsmerkmal muss man dann doch auch erst mal schaffen.

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim hören!


Montreux at it’s Prime: Clarence Gatemouth Brown

Carlos Santana präsentierte 2004 ein Festival der Superlative! Carlos Santana presents: Blues at Montreux. Diese Konzertreihe hat es in sich. Mit Größen wie Buddy Guy, Bobby Parker und eben Clarence Gatemouth Brown erreicht er eine Liga, in der sonst nur Eric Clapton’s Crossroads Festival mitspielt.

Also jetzt Boxen auf 110% und 1 Stunde 11 Minuten feinsten Blues ohne viel Schnickschnack genießen!


Celebrating Jon Lord

Bruce Dickinson, Glenn Hughes, Don Airey, Ian Paice & Co on Stage.

Bruce Dickinson, Glenn Hughes, Don Airey, Ian Paice & Co on Stage.

Vor zwei Wochen war ich in der Royal Albert Hall, im Herzen Londons. Da gab es nämlich ein sehr besonderes Konzert, auf das ich mich seit beinahe einem halben Jahr freuen konnte: Celebrating Jon Lord.
In diesem Konzert wurde der 2012 verstorbene Meister der Musik gebührend gefeiert.
In der ersten Hälfte führte das Orion Orchestra unter der Leitung von Paul Mann und unterstützt von der großartig besetzten Houseband sowie einiger Prominenter Musiker, die teilweise schon im Original mit und für Jon arbeiteten, einige Klassische Werke auf, die Jon teils perfekt mit Rockmusik kombiniert hatte. Gänsehautfeeling inbegriffen.
In der zweiten Halbzeit spielten dann die Stargäste teils eigene Lieder, teils Lieder die sie mit Jon zusammen komponiert hatten oder die von Jon stammten.
Zu den Gästen zählten unter anderem Micky Moody oder Bruce Dickinson und Glenn Hughes, die gemeinsam die Hall auf den Kopf stellten und zum krönenden Finale Deep Purple in aktueller Besetzung, die wie erwartet durch das Sinfonieorchester unterstützt wurden und eine Auswahl neuer, Jon gewidmeter Stücke und alter Klassiker hinlegten.

Das ganze vor dem Ambiente der vermutlich schönsten und berühmtesten Hall der Welt, in der auch schon z.B. das legendäre ‚Concert for George‘ stattfand und die Eric Clapton als sein Wohnzimmer bezeichnet und dort bekanntermaßen ein- und aus geht, war es ein wundervoller Abend. Auch das drumherum war spannend: Wir waren früh genug da und konnten so noch größtenteils ohne verscheucht zu werden in einige Restricted Areas der Hall gelangen und einen sehr kurzen Blick und Eindruck auf den Soundcheck erhaschen und die Stimmung in der Hall, in der überall Bilder bekannter Künstler hängen, die hier schon gespielt haben, genießen.

Hier noch das Krönende Finale, in dem alle zusammen auf der Bühne den absoluten Klassiker ‚Hush‘ zum Besten geben.


Well, that’s Jazz!

Eine wahre Starbesetzung der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Bing Crosby, Louis Armstrong, Frank Sinatra – aus dem Film „High Society“ (1956).


Come to the Hard Rock Café

Carole King ist eine Songschreiberin, Sängerin Pianistin und Gitarristin.

Als Songwriter erreichten mehr als 100 ihrer Songs, die sie für andere Künstler wie beispielsweise Dusty Springfield oder Aretha Franklin schrieb, die top 100 der Amerikanischen Charts.

Anfang der 70er Jahre begann sie dann eine Karriere als Solo-Künstlerin.

Ihren 60. Geburtstag feierte sie auf Cuba zusammen mit Fidel Castro.

1977 veröffentlichte sie auf ihrem Album Simple Things den Erfolg Hard rock Café, in dem sie das Geschehen und die Vorzüge besingt, die man von einem Besuch im Hard Rock Café hat und fordert im Refrain auf, in ein Hard rock Café zu kommen.

Hard Rock Cafe ist eine weltweite Restaurantkette, die nicht nur wegen ihres Essens, sondern wegen ihrer besonderen Atmosphäre bekannt wurde. In den Cafes findet man überall ausgestellte Exponate diverser Musiker wie signierte Gitarren oder goldene Schallplatten, die zur Verfügung gestellt wurden.

Für den Song bekam sie nach offiziellen Aussagen keine Bezahlung von der Restaurantkette.

Im angefügten Live-Video spielt sie den Song in einer etwas aktualisierteren Version, leider nicht im Hard Rock Café.

https://www.youtube.com/watch?v=YiSRxO4AqTU

*Anm.: Beitrag wurde ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.


Oh, the night life, ain’t no good life.

Ich glaube, ich habe mich gerade in ein Lied verliebt. Also, wenn so etwas überhaupt geht.

In Night Life, von der Black Rock – Platte aus der Bonamassa-Schmiede spielen Joe Bonamassa und B.B. King im Duett. Das Lied verbindet einfach perfekt die leicht unperfekte Art, in der B.B. King seine Revue zu spielen pflegt mit Bonamassas virtuosität und einer großen Portion guter Laune.

Zaubert jedem ein Lächeln auf die Lippen.