Guten Rutsch mit: Erdmöbel

Happy New Year!Zur Abwechlung mal eine tolle deutsche Band: Die Erdmöbel. Mit ihrem Indie-Pop machen die nämlich richtig Laune. Und passend zum Jahreswechsel habe ich hier auch ein Lied der Truppe, das super passt.

Ein toller Stil. In Szenekreisen ist das 1995 gegründete Quartett inzwischen berühmt, und auch ich finde die Jungs super. Unbedingt mehr anhören!

Und dieser Tipp war dann auch der letzte in diesem Jahr. Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, musikreiches 2015.

Marc

 


Recipe: Groovy & Funky Single

FUNKY SINGLE

Ich habe sie gefunden! Eine der heißesten Singles des Jahres. Sie hat einfach alles, was eine gute Single braucht. Aber was braucht so eine schön funkige Single eigentlich?

Rezept (für eine Portion):

1x  Treibender Rhythmus
2-3x  Simples Thema
1x  Prägnanter / knackiger Beat (bekommt man beim Schlagzeuger des Vertrauens)
1  Guter Sänger
3-4 m./f.  Backing-Vocals, passend zu Leadsänger
2-4 stk.  abgefahrene Bläsersätze

Man nehme zuerst den prägnanten und knackigen Beat und integriert das simple Thema. Daraus sollte dann der treibende Rhythmus entstehen. Über den treibenden Rhythmus den guten Sänger legen und kurz ziehen lassen.

Backing-Vocals, die den Sänger perfekt stützen langsam aufbauend zugeben. Ein paar perkussive Gitarrenlicks und fills je nach Geschmack und belieben beimischen, um dem ganzen etwas Würze zu verpassen. Zu guter letzt noch den einen oder anderen abgefahrenen Bläsersatz um dem ganzen eine zweite Hookline zu verpassen  –  fertig!

UUUUUND so kann das ganze dann klingen (Nehmen wir mal Mark Ronson’s umsetzung: Uptown Funk ft. Bruno Mars):

(Inspiriert durch Marsmaedchens tolle Rezepte für leckeres Essen – warum kann Musik nicht auch lecker sein?)


Christmas Classics – Was unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen darf

Merry Christmas!

Vor kurzem hatte ich ja zu den Christmas Alternatives aufgerufen.

Natürlich ist es schon cool, mal was anderes als die gleichen abgedroschenen Weihnachtslieder zu hören.

Aber seien wir mal ehrlich: Ein paar der Lieder dürfen trotzdem einfach nicht fehlen, egal wie oft man sie schon gehört hat, denn sie machen ja auch irgendwie ein Stückchen weit Weihnachten zu Weihnachten.

Also gibt es auch dieses Jahr wieder ein paar meiner persönlichen „Weihnachts-Must-Plays“.

Um das ganze jetzt nicht in 1000 Youtube- Videos ausarten zu lassen: Hier eine 8-Tracks Playlist (Ihr findet sie auch noch ein Paar Tage in der Sidebar)

Unter anderem mit Chris Rea, Frank Sinatra, den Jackson 5, B.B. King und einigen anderen. Lasst euch überraschen.

In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten!


Farewell, Mr. Cocker.

Farewell, Mr. Cocker

Heute, am 22. Dezember, ist ein großer der Musikwelt von uns gegangen. Joe Cocker war wohl so was wie ein Urvater der Coolness.

Als das in einer ersten Welle durch die Medien schwappte saß ich gerade im Flugzeug – habe es daher erst etwas später erfahren und musste erst mal schlucken. Er hat mich mit seiner Musik schon aus einigen Tiefs gezogen und war auch immer eine Art Musikalisches Vorbild und gleichzeitig auch das genaue Gegenteil eines Vorbilds in einer Person.

Vielleicht sollte man einmal seine Biografie in der Kurzform Revue passieren lassen.

Cocker wurde in Sheffield 1944 geboren, also gegen Ende des 2. Weltkrieges. Er fing in den 60er Jahren an, selbst aufzutreten. Bis dahin war er aber schon Fan der „schwarzen Musik“, als Musterbeispiel sei hier Ray Charles aufgeführt.

So war er in diversen Bands beteiligt oder sogar eine art Kopf. Er lernte irgendwann Mitte der 60er dann Chris Stainton kennen – wer meinen Blog öfter liest, bei dem sollte es jetzt klingeln. Chris Stainton ist wie Joe Cocker aus Sheffield und zusammen gründeten die beiden The Grease Band. Ihre Singles stürmten die Charts. Wer dazu genaueres lesen möchte, kann sich gern weiter informieren. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu sehr ins Biografische abschweifen. Nachdem sich Cocker von der Band Anfang der 70er trennte, löste die Band sich auf. Stainton wurde mehr und mehr Sessionmusiker und Songwriter. Er arbeitete auch wenig später mit Eric Clapton zusammen und ist bis heute eng mit ihm befreundet. Als einziger Musiker ist er festes Mitglied in Claptons Band und begleitet ihn zu jedem Auftritt und Konzert an den Keys.

Was Cocker angeht: Er stürzte in den 70er Jahren ab. Konzertabbrüche, Alkohol- und Drogenexzesse.

Man muss ihm eines lassen: Er raffte sich immer wieder auf. Anfang der 80er Jahre gelingt ihm dann wieder ein Durchbruch. Ab da ist dann sein Erfolg und sein Status als Legende bis heute gesichert.

Er ist vor allem in Europa eine Legende. Die Sheffield Hallam University verlieh ihm 1992 den Ehrendoktor der Musik, obwohl er von sich selbst sagt, weder Noten lesen zu können noch ein Instrument zu beherrschen. Etwa ab diesem Zeitraum wurde er leider auch mehr und mehr zur Geisel seiner Produzenten, doch der Erfolg bricht dadurch nicht ab. Im Gegenteil: Ruhm und Ehre für alles, was er anfasst.

Als ein Journalist Cocker einmal sagte, dass nahezu jeder deutsche Haushalt mindestens eins seiner Alben besitzt, war er ehrlich gerührt und meinte, dass das „das größte Kompliment“ sei, das möglich wäre.

Ich habe ein etwas ruhigeres und trotzdem energiereiches Lied unten eingebunden, das sich genauso wenig in eine Kategorie einordnen lässt – sogar mit Chris Stainton an den Keys.

Doch auch wenn er dauerhaft am Kommerz kratzte. Er war nicht der klassische Kommerztyp, der seelenlose Zombie. Er gab manchen Coverversionen mehr Gefühl mit auf den Weg, als es im Original der Fall war.

Wenn man ihn unbedingt einordnen müsste, würde ich ihn am ehesten in den Rhythm and Blues stecken – mit hang zu Pop und Rock. Oder Poprock. Oder oder oder, denn Vielfalt konnte er.

Heute hat er also den Kampf gegen den Krebs verloren. Sein Lebenswerk wird nie vergessen werden – und meine Freude an seiner Musik ist auch heute ungedämpft. Ich denke, er war eins der Unikate, die wir alle früher oder später in unserer Musiklandschaft/-ödnis vermissen werden. N’oublize jamais.

 

UPDATE:
Nachdem die Weihnachtszeit sich dem Ende neigt, habe ich einmal eine kleine Playlist erstellt – mit originalen von Joe, Coverversionen seiner Lieder und einigen Originalen, die er gecovert hat.


Weihnachtsödness – oder bessere Weihnachtslieder

ChristmasAlte

Winter. Es ist kalt draußen, die Tage werden kürzer und kürzer – und spätestens wenn die Radiostationen Wham! auspacken weiß man: Weihnachten steht vor der Tür.

Wer dann keine Lust auf Weihnachten hat, weil ihm immer nur direkt die gleichen möchtegernfestlichen, ausgespielten und totgetrampelten Weihnachtslieder in den Sinn kommen – dem kann man das ja nicht direkt verübeln. Und sind wir mal ehrlich: spätestens seit Campinos Band Aid habe ich die Hoffnung für die heutigen Weihnachtslieder verloren.

Aber ein zweiter Versuch kann ja schon unternommen werden, denn es gibt auch echte Weihnachtsschätze!

Ich habe vor einem Jahr mal darüber gebloggt und bin immer noch total angetan: Gary Glitter und Another Rock’n’Roll Christmas.

Und genau das hab ich jetzt auch in der Studioversion mitgebracht. Und es kommt garantiert noch mehr – vor weihnachten, damit eure Playlist zum 24. Nicht nur aus Wham!, Queen und Band Aid besteht.

Habt ihr auch einen totalen Weihnachtsschatz, den ihr teilen wollt? Immer her damit!


Thickfreakness and Black Keys

Wie wäre es heute mal mit Musik von einem Duo?
Das Duo setzt sich White-Stripes-Artig zusammen aus Einem singenden Gitarristen und einem Schlagzeuger. Es handelt sich hier um Dan Auerbach und Patrick Carney, und zusammen sind sie die Black Keys

Übrigens waren die White Stripes vorher da.

Die beiden haben ihr erstes Album vor knapp über 11 Jahren rausgebracht und sind seit dem eine Feste größe in der Garage und Indie-Rock welt.

Eine besonderheit: Die beiden verzichten auf zu große Aufnahmetechnik und waren noch nie in großen Studios zu Gast: Ihr Album Thickfreakness wurde, wenn man der Legende glaubt, komplett innerhalb von 14 Stunden im Keller des Schlagzeugers Carney aufgenommen. Benutzt wurde ein altes Aufnahmegerät aus den 80ern, nämlich ein Tascam 388-8. Die vielen 8ten im Namen bedeutet im Prinzip nur, dass das Aufnahmegerät nur 8 Spuren zur Aufnahme beherrscht, was in der heutigen Zeit der digitalen Tonstudios nicht sonderlich viel Kapazität ist – Belegt ein Schlagzeug doch heutzutage schon allein fast 10 Kanäle in einem Tonstudio. Durch eben dieses Gerät klingen die Aufnahmen auch eher dumpf und nicht so fein, wie heutige Aufnahmen sonst – dafür aber sehr voluminös.

Wie dem auch sei, hier mal eins der Werke auf die Ohren! Geheimtipp: Erst die Studioversion anhören und dann folgende Liveversion anschalten. Ein unterschied wie Tag und Nacht!