Oh, the night life, ain’t no good life.

Ich glaube, ich habe mich gerade in ein Lied verliebt. Also, wenn so etwas überhaupt geht.

In Night Life, von der Black Rock – Platte aus der Bonamassa-Schmiede spielen Joe Bonamassa und B.B. King im Duett. Das Lied verbindet einfach perfekt die leicht unperfekte Art, in der B.B. King seine Revue zu spielen pflegt mit Bonamassas virtuosität und einer großen Portion guter Laune.

Zaubert jedem ein Lächeln auf die Lippen.


Take your white finger..

Mit Franz Ferdinand könnte der österreichisch-ungarische Thronfolger gemeint sein, der bei dem Attentat von Sarajevo ums leben kam und so den ersten Weltkrieg auslöste, ist er aber in diesem Fall nicht.

Auch wenn Franz Ferdinand eher weniger Bluesig sind, macht es großen Spaß, ihnen zuzuhören!

Hinter dem eher österreichisch anmutenden Bandnamen stecken eigentlich vier Schottische Musiker.

Die Band spielt eine Sonderrolle im Britpop: Sie kombiniert Britpop mit Elementen aus dem Post-Punk der späten 70er und dem New Wave der frühen 80er Jahre.

Die Band spielte ihre ersten Auftritte in einer leerstehenden Lagerhalle, die von ihnen selbst zu einem Treffpunkt von Glasgower Indie-Bands gestaltet wurde.

Der deutsche Einfluss der Band geht auf den Gitarristen Nick McCarthy zurück, der zwar in England geboren wurde, aber in Bayern aufwuchs und auch studierte.

McCarthy ist auch der Songschreiber der Band. Inzwischen ist er auch mit einer Österreicherin verheiratet.

Direkt mit ihrem Debütalbum schaffte es die Band auf Platz drei der Britischen Hitparade. Auch viele ihrer Singles brachten es weit, so ist auch ihre Musik ist in Zahlreichen Filmen zu hören.

Der Name der Band geht übrigens tatsächlich auf den eingangs erwähnten österreichisch-ungarischen Thronfolger zurück.

“The Dark of the Matineé” ist ein Song, der vom Heimweg aus der Bearsden Academy, einer Schule, handelt. Es wird über ein besseres Leben fantasiert.

*Anm.: Beitrag wurde ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.


Rollin, Rollin, Rollin, John.

Heute Jährt sich John Belushis Todestag. Vor 32 Jahren starb der begnadete Blueser an einer Überdosis, einem sogenannten Speedball.

In seinem leider viel zu kurzen Leben – er wurde nur 33 Jahre alt – erzeugte der etwas dickliche Musiker, Komiker und Schauspieler allerdings zusammen mit Dan Aykroyd und der Blues Brothers Band einen der Legendärsten Filme aller Zeiten, den jeder Musikliebhaber kennen und mögen muss. Auch ohne die Film sind die Blues Brothers bis heute unvergleichlich und unverwechselt.

Sein Bruder James ‚Jim‘ Belushi und Dan Aykroyd sind auch heute noch in der Bluesszene und vor der Kamera aktiv. Sehenswert ist unter anderem auch die Sitcom ‚Immer wieder Jim‘, in der Jim eine Garagen-Blues Band leitet. Woher dieser musikalische Einfluss wohl kommt erklärt sich wohl von selbst.

Farewell, John!


Happy Birthday, Chris Rea!

Heute hat einer der ganz Großen im Pop, Rock und Blues-Business Geburtstag. Chris Rea wird 63 Jahre alt.

Das ist nicht ganz selbstverständlich: 2000, kurz nach seinem Comeback wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Bei einer Operation in Deutschland lernte er eine junge Krebspatientin kennen, die folgen Satz sagte: „Wir tanzten jetzt beide auf einer steinigen Straße.“ – das führte ihn zu seinem Projekt „Stony Road“.

Auch musikalisch änderte ihn die Krankheit: Hat er früher doch erfolgreich Lieder irgendwo zwischen Pop und Rock gespielt, die selbst heute noch in jedem Radio rauf und runter laufen, hatte er doch nie die Musik eingespielt, die ihm wirklich am Herzen lag: Blues.

Sein größtes Idol ist übrigens B.B. King.

Nach seiner Genesung ging er 2006 noch auf eine letzte Tour, die ultimative Farewell-Tour, bei der er sowohl die alten Klassiker, die ihm nach wie vor noch am Herzen lagen neu aufgearbeitet, als auch einige seiner neuen Bluesigen und Jazzigen Stücke spielte. Sein „Allerletzes Konzert“ gab er dann in London.

Danach wurde es erst einmal ruhiger um ihn. Er veröffentlichte Best-of’s und auch eine Autobiographie und auch ein „Earbook“, eine art Musikalisches Erlebnisbuch, das nur zu empfehlen ist.

So ganz dem Musikerdasein und dem Tourleben kann er nach wie vor nicht entsagen: 2010 und 2012 ging er erneut auf tour. Außerdem gründete er zwei Bands: The Delmonts und The Hofner Blue Notes.

Es bleibt ihm nur zu wünschen, dass er weiterhin seine großartige Musik verbreitet, Menschen an den Blues heranführt und vielleicht noch einmal auf Tour gehen kann.

Hier ein Paradebeispiel für seinen Musikalischen Wandel: Road to Hell, auf seiner Abschiedstour in neuer Erarbeitung.