Good boy, Joe!

Brillianter Gesang, emotionales Gitarrenspiel. Joe Bonamassa weiß einfach, wie man aus einer guten Vorlage ein Imposantes Feuerwerk der Virtuosität macht. (War das jetzt zu dick aufgetragen?)

Mountain Time fällt unter die Kategorie: Empfehlsenswertestes.


Hey, Bo Diddley!

Bo Diddley gilt als einer der prägendsten Urväter des Rock’n’Roll.

Sieht man sich Videoaufzeichnungen oder Bilder an oder hört nur seine Musik, fällt schnell auf, dass er eine sehr eigene Marke war. Mehr als nur etwas exzentrisch wirkt jede seiner Performances. Das fängt schon mit seiner ‚Mean Machine‘ an, der Rechteckigen Gitarre, die er sich aus einem Brett und den Überresten einer alten E-Gitarre zusammengebaut hatte. Die ‚Mean Machine‘ hatte er im Laufe der Jahre in vielen Farben und Mustern anfertigen lassen.

Man kann auch aus seinen Auftritten eine Lehre ziehen, wie viele abgedrehte Moves gerade damals, in den 50er und 60er Jahren, auf einer Bühne in Mode waren. Das Publikum hat ihn dafür Teils ekstatisch gefeiert.

Viele seiner Lieder handeln von seinem absoluten Lieblingsthema: sich selbst. Beinahe jedes zweite Lied trägt entweder Bo oder Diddley im Namen. Oder beides. Seine Musik an sich wird von wenig Komplexen Akkordfolgen aber dafür sehr treibenden Rhythmen getrieben.

Diese Rhythmen sind allgemein auch als ‚Diddley-Beat‘ bekannt und wurden später von sehr vielen Künstlern wie Jimi Hendrix oder sogar U2 als Inspiration oder direkte Vorlage genutzt. Der Rhythmus an sich erinnert sehr stark an eine Variation von klassischen Rumba.

Als Diddley 2008 an Herzversagen verstarb, soll dessen letztes Wort ‚wow‘ gewesen sein.

Aus all seinen Werken hier eins der aussagekräftigsten. Es trägt den Kreativen Titel ‚Bo Diddley-itis‘.

*Anm.: Beitrag wurde Ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.